OP-View

Prozessqualität messen und steuern

Jedes Optimierungsprojekt im OP fordert von seinen Mitarbeitern eine Verhaltensänderung, die einem Lernprozess gleichzusetzen ist. Der Grund für das Scheitern vieler Veränderungsprozesse liegt in den seltensten Fällen an dem mangelnden Willen der Mitarbeiter. Problematisch ist vielmehr das mangelnde Feedback.
Jeder Lernprozess bedarf der Steuerung durch Korrektur und Bestätigung. Ohne Transparenz nehmen die Mitarbeiter subjektiv wahr, dass die Prozesse verändert laufen, häufig wirken sie aber durch den noch nicht verinnerlichten Ablauf unharmonischer als das gewohnte Vorgehen. Der Anreiz, in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen ist somit groß.


OP-View ermöglicht Ihnen, den Fortschritt bei den Prozessveränderungen an Hand typischer Kennzahlen zu prüfen und auf Ausreißer zeitnah zu reagieren. Ihre Abteilung vervielfacht bei konsequenter Nutzung Ihre Flexibilität und Innovationsgeschwindigkeit. Mit OP-View gelingt Ihnen die Objektivierung der Debatte um OP-Prozesse. Durch kontinuierliche Verlaufskontrolle bei regelmäßiger Auswertung schaffen Sie eine neue Datentransparenz im OP. Problembereiche lassen sich mit wenigen Mausklicks darstellen und die Umsetzung von Veränderungen monitoren.

Datenumfang

OP-View verwendet als Datenquelle i.d.R. direkt die Daten aus Ihrem KIS-System.

Für OP-View existieren derzeit folgende Connectoren:

agfa / ORBIS
SAP / IS/H (*med)
Cerner medico
Tieto / iMedOne
cymed

Innerhalb von Klinikgruppen lassen sich die Daten aus verschiedenen KIS-Systemen beliebig mischen und in eine gemeinsame OP-View-Benchmarking-Version zusammenfassen.
Alternativ werden auch andere dateibasierten Formate unterstützt.

Auswertungsergebnisse im Sekundentakt

In den eingelesenen Daten sind vollkommen beliebige Gruppierungen, Sortierungen und Filtersetzungen möglich. Alle Auswertungen und Statistiken sind bis auf die Fallebene möglich. An allen Stellen im Programm nutzen Sie die Volltextsuchmöglichkeiten über Schlüssel oder Texte aller in OP-View enthaltenen Daten. Alle Fragestellungen werden ad-hoc mit wenigen Mausklicks beantwortet. Auch eigene Erweiterungen des Datenmodells können sofort zur Gruppierung und Filterung Ihrer Daten herangezogen werden. Das langwierige Warten auf komplexe Datenbankabfragen entfällt hier vollständig.

Exportmöglichkeiten

Sämtliche Auswertungsergebnisse können mit einem Mausklick z.B. nach Excel oder XML exportiert und weiter verarbeitet werden. Zusammen mit den Reportmöglichkeiten von QlikView ist ein unternehmensweites OP-Berichtswesen "mit einem Mausklick" möglich. Interessante Auswertungskonstellationen können Sie in Form von "Bookmarks"" speichern und jederzeit per Mausklick wieder abrufen.

Zeitauswertungen

Die Arbeitsabläufe im OP werden aus Dokumentationsgründen i.d.R. sehr genau erfasst. OP-View wird initial auf die Erfassungsmöglichkeiten Ihres KIS-Systems abgestimmt und bietet damit Analysen und Reports für alle eingetragenen Zeitpunkte innerhalb des Prozessablaufs.

Folgende Zeitpunkte sind in OP-View auswertbar:
Schnitt - Naht OP-Pflege-Beginn - Ende Einschleusung - Ausschleusung
Einleitung Beginn - Ende Aufwachraum Beginn - Ende Anästhesie-Vorbereitung Beginn-Ende
Anästhesie Pflegepräsenz
Beginn-Ende
Anästhesist-Präsenz Beginn - Ende  Freigabe Anästhesist
Chirurg Vorbereitungsbeginn - Ende Freigabe Chirurg  Patient bestellt
Patient im Saal / Patient aus Saal OP-Beginn - Ende  Wartezeit Beginn - Ende

Dimensionen und Kennzahlen

Durch die einfache QlikView-Technik lassen sich alle Daten aus OP-View beliebig miteinander verknüpfen. OP-View bringt dabei schon einen großen Fundus an Kennzahlen mit, die es Ihnen erlauben, einen schnellen Überblick über das Geschehen in den OP-Sälen zu gewinnen.
Einige Auswertungsbeispiele:

Kleinster Schnitt vs. größte Naht

Mit diesen Auswertungen sind jeweils pro Tag, Saal oder Fachabteilung graphische Darstellungen möglich. Überziehungen - vor allem unnötige - von regulär geplanten OPs lassen sich so sehr schnell visualisieren und in Einzelgesprächen die Ursachen für die Ungereimtheiten im Prozessablauf herausfinden. Prozessveränderungen lassen sich durch das Anlegen von Bookmarks in OP-View ausmachen; das Team erhält so unmittelbares Feedback. Sie können so auch darstellen, welche OPs und Teams gleichzeitig Ressourcen in den Sälen belegen.

Erster Schnitt des Tages

Der Zeitpunkt des ersten Schnitts in einem Saal oder einer Fachabteilung ist ein Prozessindikator. Die langfristige Überwachung von Prozessverbesserungen ist einer der Benefits von OP-View. An diesem Indikator läßt sich ablesen, wie harmonisch die jeweiligen OP-Teams zusammenarbeiten. Werden unnötige Wartzeiten bereits am Anfang des Tages vermieden, so gestaltet sich der weitere Tagesablauf im OP häufig effizienter. In OP-View stellen Sie die Veränderungen z.B. des ersten Schnitts des Tages beliebigen Zeitabschnitten gegenüber über können so die Verhaltensänderungen der Prozessbeteiligten dokumentieren

Saalbenchmarking

Die Auslastung von OP-Sälen ist immer noch ein Indikator für effiziente Nutzung der teurer Ressourcen im Krankenhaus. Gerade die Gegenüberstellung von Sälen (möglichst geicher Fachdisziplinen) offenbart Lücken in der Planung oder Schwierigkeiten in der Umsetzung von Prozessvorgaben. Nebenbei lassen viele KIS-Anbieter auch Fehleingaben in Ihrer Software zu, was zu unplausiblen Auswertungsergebnissen gerade bezüglich der Auslastung führen kann. Diese werden in OP-View explizit ausgewiesen und dienen als Prozessindikator für die Qualität der Datenerfassung.