


Medical Economic Cost Controlling
Analyse des medizinischen Sachbedarfs mit QlikView
Ein Grundkonzept des Klinischen Controllings ist es, größtmögliche Transparenz aller Kostendaten zu erzeugen. Ziel ist es, die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen einer Abteilung (Arzneimittel, Verbrauch von Blutkomponenten, Materialwirtschaft, Laboranforderungen etc.) transparent zu machen und einen verantwortlichen Umgang mit den medizinischen Sachmitteln zu unterstützen.
Mecc-View ist das Werkzeug des „Klinischen Controllings“. Mit diesem QlikView-Modul werden die Kosten-verbräuche des Medizinischen Sachbedarfs erfasst und bewertet.
Die Bewertung des Sachkostenverbrauches basiert auf den Ausgaben in einzelnen Kostenbereichen wie: Arznei-mittel, Blut und Blutprodukten, Verbrauchsmaterial im ärztlichen und pflegerischen Bereich, Verbrauch im OP, Laborkosten, Kosten für die Dialyse, Implantate, Transportkosten etc. – insgesamt gibt es dabei 18 verschiedene Kostenarten (gemäß KHBV).
Die einzelnen Kostendaten, als Vergleichsgrundlage - auch berechnet auf Kosten pro Fall, sind in Mecc-View im Zeitverlauf (monatlich/jährlich) dokumentiert. Diesen Zeitverlauf der Daten kann der Budgetverantwortliche (z.B. Chefarzt oder Geschäftsführer einer Klinik) regelmäßig einsehen, um so die Kosten seiner Abteilung bzw. Klinik gezielt steuern zu können.
Eine weitere Kostendarstellungsart sind die sogenannten ABC-Listen, d.h. die Artikel des Apotheken- und der Ma-terialwirtschaftsverbrauches sind gemäß Gesamtumsatz gewichtet. Konkret entspricht der „A“-Anteil 75 % des Umsatzes - und kennzeichnet damit die Rationalität und Standardisierfähigkeit einer Abteilung.
In Mecc-View werden deshalb folgende Sachkosten-parameter im Zeitverlauf und nach „ABC-Gewichtung“ dargestellt:
Das Hauptziel des Controllings dieser Daten ist es, vor-handene Ressourcen auszuschöpfen bei gleichzeitig höchster medizinischer Qualität der Ergebnisse. Die Qualitätsbetrachtung wird ermöglicht durch eine Korrelation der Kosten mit entsprechenden Parametern der Medizi-nischen Leistung, die man ebenfalls aus Mecc-View erhält. Kosten einzusparen ohne die Beachtung von medi-zinischen Ergebnissen ist weder ökonomisch noch strategisch sinnvoll.
In Mecc-View werden daher via DRG-View ausgewählte Kennzahlen der medizinischen Leistung einer Klinik dem Klinischen Controlling zur Verfügung gestellt. Die Kennzahlen aus DRG-View werden typischerweise direkt aus dem KIS geladen und ermöglichen darüber hinaus detaillierte Betrachtungen des medizinischen Leistungsspektrums.
Folgende Leistungsparameter werden in Mecc-View angezeigt:
In Mecc-View werden also nicht nur isoliert die Sachkosten betrachtet, sondern auch die Medizinische Leistung und über das Verhältnis Kosten zu Leistung die Leistungsfähigkeit einer Abteilung bzw. einer Klinik.
Einflussfaktoren abgrenzen
Viele Kostenfaktoren lassen sich nicht nur im Verbrauch einer Klinik oder Abteilung beeinflussen. Auch Lieferantenauswahl und die Preisentwicklung von Artikeln werden mit Mecc-View in den Focus gerückt und erleichtern so Entschei-dungen über Optimierung der Einkaufsstrategie des Hauses.
In den eingelesenen Daten sind vollkommen beliebige Gruppierungen, Sortierungen und Filtersetzungen möglich. Alle Auswertungen und Statistiken sind bis auf den einzelnen Verbrauch möglich. An allen Stellen im Programm nutzen Sie die Volltextsuchmöglichkeiten über Schlüssel oder Texte nach DRG, Artikel, Lieferant. Alle Fragestellungen werden adhoc mit wenigen Mausklicks beantwortet. Auch eigene Erweiterungen des Datenmodells können sofort zur Gruppierung und Filterung Ihrer Daten herangezogen werden. Das langwierige Warten auf komplexe Datenbankabfragen entfällt hier vollständig.
Ein zentraler Anteil des Kostenbenchmarkings zwischen Kliniken (alternativ auch mit den InEK-Kostendaten) stellt die vergleichende Bewertung des Arzneimittelverbrauches dar - das Arzneimittelbenchmarking eröffnet häufig bei den Budgetgesprächen in typischer Weise die Diskussion über klinisches Vorgehen und damit über die Qualität von Behandlungskonzepten.
Die methodische Grundlage für solche Gespräche sind die Arzneimittel-ABC-Listen. Die Chefärzte erhalten die ABC-Listen über Mecc-View zur Kontrolle ihrer Arznei-mittelausgaben; für die Budgetgespräche werden die Listen über größere Vergleichszeiträume erstellt und dann als Grundlage einer vergleichenden Bewertung (im Zeitverlauf, Vergleich zwischen Abteilungen) verwendet.
Wenn man die Werte, z.B. Kosten pro Fall für den Verbrauch von „Gerinnungshemmenden Medikamenten“, für einen mehrjährigen Zeitverlauf und bezogen auf spezifische Fachbereiche wie z.B. die Orthopädie miteinander vergleicht, findet man schnell typische Kostenkorridore für bestimmte Arzneimittel und -Gruppen heraus. So gibt es typische Kostenkorridore für den Verbrauch von niedermolekularen Heparinen, Antibiotika, Antimykotika, Ernährungslösungen etc.; sie sind inzwischen für jeden Fachbereich so gut erfasst, dass nur noch die Abweichungen , sowohl nach oben als auch nach unten inhaltlich diskutiert werden müssen.
Mecc-View verwendet als Datenquelle die Verbrauchsdaten der 66er-Konten entweder direkt aus Ihrem KIS/Apotheken-System oder über eine definierte Import-Schnittstelle. Die medizinischen Informationen werden aus DRG-View gewonnen. Für Mecc-View gibt es bislang die direkte Anbindung an agfa/Orbis, weitere Con-nectoren sind in Vorbereitung.
Innerhalb von Klinikgruppen lassen sich die Daten aus verschiedenen KIS-System und auch den dateibasierten Formaten beliebig mischen und in eine gemeinsame Mecc-View-Benchmarking-Version zusammenfassen
Schnittstellen
Folgende Connectoren sind derzeit erhältlich:
Systemvoraussetzungen
QlikView-Server (SBE oder EE) DRG-View Sitelizenz Zugriff auf KIS– und Apotheken-System via ODBC oder andere Datenquellen Mind. 2 GB Hauptspeicher