MaSc-View

Die Screening-Einheit im Blick

Mit der Umsetzung des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie Screening ist die Qualitätssicherung nach Europäischen Leitlinien unabdingbar verbunden. Die Prozessqualität, die Evaluation der Programmqualität und die Ergebnisqualität ist abzubilden.


Für die Praxisorganisation werden Programme zur Dokumentation der geforderten Angaben eingesetzt. Durch die zentrale Speicherung ist die Datenhoheit der programmverantwortlichen Ärzte (PVÄ) bisher eingeschränkt. Auswertungen im Rahmen der Evaluation waren auf die im Bundesmantelvertrag festgelegten Parameter beschränkt. Aus diesem Grund besteht die Forderung, alle erfassten Daten unabhängig und direkt in der Screening-Einheit (SE) greifbar zu halten. Das wird mit dem nunmehr verfügbaren Plug-In „Masterdatensatz“ für das Programm MaSc ab Version 2.7 möglich. Zur Aufbereitung der Daten und Unterstützung bei der Administration der SE wurde das Tool MaSc-View entwickelt.


MaSc-View basiert auf QlikView und bietet dadurch die gewohnt schnelle assoziative Datenanalyse. Sie können Ihre Daten nach allen Richtungen untersuchen. Für die Auswertungen stehen alle gängigen statistischen Methoden zur Verfügung. Die Darstellung erfolgt als Graph oder Tabelle. Alle Daten können in verschiedene Formate exportiert werden. Die Einbindung weiterer Datenquellen ist möglich. Eine Schnittstelle zum PACS ist optional verfügbar

Datenbestand

MaSc-View übernimmt die Daten aus verschiedenen Quellen in eine Applikation und konsolidiert sie für Auswertungen. Dabei sind alle in MaSc SE erfassten Parameter einbezogen. Außerdem werden die Leistungsdaten getrennt nach GKV und PKV wie auch die Daten zur Terminauslastung der SE und Standortplanung für ein Mammobil übernommen. Zusätzlich sind die Statistiken der Zentralen Stelle zur Teilnahme wie auch die „100-Tage-Planung“ in die Anwendung integriert. Auch die an das Krebsregister gemeldeten Daten werden verfügbar.
Weitere spezifische Parameter der SE wie Anspruchsberechtigte nach PLZ, regionale Hintergrundinzidenz, Dokumentation von Intervallkarzinomen, Zusammenfassung von PLZ-Bereichen nach administrativen Aspekten und Fallsammlungen können in den Datenbestand aufgenommen werden.

Auswertungen

Die Parameter sind auf Grundlage der Protokolle zur Evaluation im Mammographie-Screening (Version 2.1) gegliedert. Neben allen bisher in MaSc verfügbaren Statistiken sind Auswertungen zu technische Aufnahme- und Untersuchungsparametern, Befundungsqualität, Abklärungsdiagnostik, Befunddokumentation, Therapie, Befunden der Pathologen, Abrechnungsdaten, Meldungen zur Qualitätssicherung an die KV und Reports zu Fachgesprächen verfügbar. Eine Fallsammlung u.a. mit Intervall– und Inzidenzkarzinomen zum Training und für die Weiterbildung ist Bestandteil von MaSc-View. Die ggfs. eingerichtete Schnittstelle zum PACS ermöglicht den direkten Bildaufruf. Eine Ergebniszusammenstellung für Regionen unterstützt bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die Planung von Untersuchungskapazitäten wird unterstützt.
MaSc-View wurde von Transact auf Initiative und in Zusammenarbeit mit der Screeningeinheit Mittelsachsen-Chemnitz-Erzgebirge entwickelt. Es besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen Transact und der KV-IT GmbH. Der Vertrieb und die Wartung erfolgt durch Transact.